WIR


„Abendmahl to go“ … das geht doch gar nicht!

Am Gründonnerstag haben wir in den vergangenen Jahren in der St. Nicolai-Kirche Tischabendmahl gefeiert. Wir haben uns an das letzte Abendessen Jesu erinnert: er feiert mit seinen Jüngern das jüdische Passahmahl – dabei steht der Auszug des Volkes aus Ägypten, das Ende der Sklaverei und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in einem Land mit Gott im Mittelpunkt.

Auch im Abendmahl, das wir Christen seit diesem ersten Gründonnerstag feiern, geht es um die Nähe Gottes in fast ausweglosen Zeiten, um die Rettung der Menschen, um Gemeinschaft und Aufbruch. Immer, wenn wir beim Abendmahl zusammen sind, verkünden – und spüren – wir die Nähe und Gegenwart von Jesus Christus.

Diese Gemeinschaft vermissen viele in diesen Tagen vor Ostern. Wir bleiben für uns und dürfen nicht in unsere Kirchen. So verhalten wir uns korrekt. Aber das ist auch traurig, denn da fehlt etwas ...

Wir haben uns deshalb überlegt, eine besondere Aktion in unserer Gemeinde anzubieten. Wir laden Sie/ Dich ein, sich am Mittwoch oder Donnerstag der kommenden Woche (genaue Uhrzeiten stehen auf der Rückseite) eine von uns (mit Handschuhen und Mundschutz!) eingetütete Oblate abzuholen; die können Sie/ kannst Du dann - vielleicht am Gründonnerstag nach 19.oo Uhr (das ist unsere normale Gottesdienstzeit für diesen Tag;  die Glocken werden läuten) aus der Verpackung nehmen und essen. Vielleicht trinken Sie auch einen Schluck Wein oder (Trauben-) Saft dazu. Und sie können wissen: sie sind dabei nicht allein. Andere Menschen aus unserer Gemeinde machen in dieser Zeit dasselbe: essen (und trinken), denken an Jesus, spüren vielleicht die Nähe Gottes und Gemeinschaft auch in der Vereinzelung, haben Gedanken an eine gute Zukunft – trotz oder mit Corona – im Kopf.

Das ist kein Abendmahl!!! Aber es kann ein Zeichen der Hoffnung und der Gemeinschaft sein. Hier bei uns, in unserer Gemeinde.

Euer Pastor + Eure Pastorin
H.H.Hübner + Anette Quedenfeld

 

Und so geht’s:

  1. Verpackte Oblate abholen
  • Mittwoch, 8. April, 10.00 – 12.00 Uhr Heilig-Kreuz-Kirche
  • Mittwoch, 8. April, 16.00 – 18.00 Uhr St. Nicolai-Kirche
  • Donnerstag, o9. April, 10.00 – 12.00 Uhr St. Nicolai-Kirche
  • Donnerstag, o9. April, 16.00 – 18.00 Uhr Heilig-Kreuz-Kirche
  1. Am Gründonnerstag nach 19.00 Uhr – die Oblate essen und ein Gebet sprechen (frei oder abgedruckt – wird mit dem Brot verteilt)
  1. In der Stille an das denken, was Sie/ Dich bewegt
  1. Vaterunser sprechen

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Wichtig: wenn Sie jemanden kennen, der diesen Brief/ diese Information auch bekommen möchte, rufen Sie uns an oder schreiben uns eine mail

Anette Quedenfeld     05341/ 4098950     anette-sandra.quedenfeld(at)lk-bs.de

Holger H. Hübner        05341/ 70913        huebnerholgerheiligkreuz(at)yahoo.de

Christiane Busch         05129/ 7155          schroeder-busch(at)web.de

Gemeindebüro            05341/ 70179        ev.kirche-gebhardshagen(at)t-online.de

 


Guten Tag. Guten Tag. Ich will mein Leben zurück!

So singt es die deutsche Musikgruppe „Wir sind Helden“. Damit grüße ich Sie und Euch alle! Auch an diesem Sonntag können wir nicht zum Gottesdienst zusammenkommen.
Das alte Leben, wie wir es bisher kannten, ist ausgesetzt. Und so erreicht Sie und Euch wieder eine Andacht frei Haus.

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

Abstand ist die neue Liebe!
So lautet die Botschaft unserer Kanzlerin. Und das ist richtig so.

Abstand ist die neue Liebe – das klingt erst einmal widersprüchlich. Aber die Bibel kann das auch: Sie enthält eine Reihe von Botschaften, die erst einmal widersprüchlich, ja geradezu schräg klingen. Eine solche Botschaft ist die Jahreslosung für 2020: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ heißt es im Markusevangelium.
Was denn nun? Glauben oder nicht glauben? Und genau das ist der Punkt.
So oft im Leben kann uns das Gefühl beschleichen, nicht so zu können wie wir eigentlich gern wollen. Aus finanziellen Gründen. Gesundheitlichen Gründen. Familiären Gründen.
Gesellschaftlichen Gründen. Sportlichen Gründen.
Und nun kommt vielleicht auch das Gefühl dazu: Was ist der Mensch? Der Mensch kann so viel. Und doch hat er letztendlich nicht alles in der Hand. Das spüre ich in diesen Tagen in einer ganz besonderen Weise. Der Mensch ist abhängig – von Umständen, Situationen, anderen Menschen.
Und wir hoffen und warten und sehnen uns immer mal wieder im Leben. Wir warten auf den Frühling. Wir warten darauf, in die Schule zu kommen. Warten darauf, endlich groß und stark und mutiger zu sein. Und dann die Schule zu verlassen und endlich ins echte, richtige Leben zu starten. Warten auf das große Geld. Auf Menschen, die uns das Gefühl geben, nicht allein zu sein. Auf die Rente.
In der letzten Hausandacht schrieb Vikar Sebastian Schmidt davon, dass die Passions- und Fastenzeit, in der wir uns gerade kirchenjahreszeitlich befinden, eine besondere Zeit des Lernens sein kann: Verzichten lernen.
Zeiten, in denen es still wird um uns herum, Wartezeiten, Zeiten des Verzichts haben allerdings oft den Ruf, unnütz zu sein. Vertane Zeit. Eine Zwischenzeit, die man
rumkriegen muss, bis das vermeintlich Bessere, Tollere endlich kommt und das „richtige“ Leben anfängt.
Die Zwischenzeit, die wir gerade erleben, ist herausfordernd. Und doch stecken wir gerade mittendrin in dieser Zeit, in der das alte Leben und die alte Welt nicht mehr sind, wie wir sie gewohnt waren, und die neue Zeit noch nicht angebrochen ist.

Das Warten.
Die Zwischenzeit.
Die Übergangsphase.
All das dient einem Zweck.
Vertraue diesem Prozess,
auch den Verzögerungen und Umwegen.

Umwege, Verzögerungen, Stillstand als Chance? Oft wünschen wir es uns anders. Klar. Können Sie, könnt Ihr mit diesen Zeilen mitgehen? Oder ärgern diese Zeilen und rufen vielleicht gar Widerspruch hervor? Und wenn ja: Was genau ist es, das ärgert?
Die Zeilen erzählen vom Lernen, von Entwicklung und Veränderung im Inneren. Abstand ist die neue Liebe und ich glaube mittlerweile: Abstand hat schon immer zur Liebe gehört. Ab und an mal Abstand von allem zu nehmen, von Plänen und anderen Menschen, und für die eigene Seele sorgen: z.B. indem bestimmte Sätze bewusst gemacht werden, die wir uns im Inneren selber sagen und die unser Denken und Handeln bestimmen und die wohlmöglich überprüft werden wollen: Passen diese Sätze noch zu uns? Passen die Ideale noch, denen wir nachlaufen? Wie steht es eigentlich mit unserer Haltung uns selbst gegenüber - und anderen gegenüber? Wo braucht es mehr Mitgefühl? Wo mehr Selbstliebe? Träume, die wir einst hatten – sind sie immer noch unsere Träume oder sind sie überholt? Ist es Zeit für andere Träume, weil sich unsere Sicht auf die Dinge verändert (hat)? Weil wir andere Haltungen entwickeln wollen?
Veränderungen beginnen zuallererst in uns. In unserem Inneren. Und strahlen dann nach  Außen. Und da spielt dann auch der Glaube hinein.
„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
Was denn nun? Glauben oder nicht glauben? Genau das ist der Punkt. Bewährt sich der Glaube im Alltag eher dann, wenn alles gut von der Hand geht, wenn sich der Abend eines Tages gut anfühlt? Oder eher dann, wenn vieles schief läuft und anders als geplant, wie zur Zeit. Was trägt mein Glaube, mein Vertrauen, meine Hoffnung aus am Abend eines Tages, egal, wie er war?
Eine liebe Freundin erzählte vor kurzem, dass sie gerade viel Zeit in ihren Beeten im Garten verbringt, zupft, buddelt und betet: In den Beeten beten und alle Sorgen, Ängste, Bitten und auch allen Dank zu Gott schicken. Glauben und Vertrauen und Zweifeln und Hoffen. Das alles gehört zusammen und geht bei ihr an denselben Adressaten: an Gott. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Wir stecken in einer Zwischenzeit. Einer Übergangsphase. Können wir sie für uns nutzen? Verändert sie uns? Verändert sie unsere Welt?

Guten Tag. Guten Tag. Ich will mein Leben zurück!

Wie ist das mit Ihnen, mit Euch? Wollen wir unser altes Leben so, wie es war, zurück? Was war fantastisch? Was tat nicht gut? Das Leben ist ein kostbares, nicht selbstverständliches Geschenk. Von Gott. Er ist es, der alles in seinen Händen hält. Wie gehen wir mit diesem Geschenk um? Das einzig Beständige ist der Wandel , hat schon der griechische Philosoph Heraklit erkannt.
Zeiten des Wartens und der Stille und des Verzichts sind unerlässlich, damit wir nicht direkt aus dem Alten etwas Neues ins Leben rufen, das dann vermutlich doch nur wieder eine Kopie des Alten ist.
Vor uns liegt die Karwoche. Wir erinnern uns: Jesus isst ein letztes Mal mit seinen Jüngern, wird daraufhin verhaftet und stirbt am Kreuz. Stille. Bevor dann, am dritten Tag, etwas Neues entsteht: Gott erweckt Jesus zu neuem, anderem Leben. Es geht weiter – wenn auch anders als zuvor. Und die Hoffnung lebt!
Und so lasst uns in uns hineinhorchen und Kontakt zu unserem Herzen aufnehmen und mal spüren, wie es uns eigentlich wirklich geht, und was in uns darauf wartet, zu wachsen, wieder aufzublühen oder neu ausgesät zu werden.

Gottes Segen auf allen unseren Wegen wünscht
Ihre und Eure Pastorin Anette Quedenfeld

 



Herzlich willkommen auf den Internet-Seiten der Ev.-luth. Kirchengemeinde Gebhardshagen-Calbecht-Engerode in Salzgitter. Wir möchten Sie hier über einige Inhalte und Schwerpunkte unserer Arbeit informieren.

Diese Seiten sind noch im Entstehen, sollen aber in den kommenden Monaten weiter aufgebaut und ergänzt werden.

Seit dem Jahr 2017 sind die ehemals selbständigen Gemeinden Gebhardshagen, Calbecht und Engerode zu einer Kirchengemeinde fusioniert. Der Zusammenschluss erfolgte nach über 350 Jahren lockerer, am Ende immer engerer Zusammenarbeit der drei Gemeinden. Endgültig angeregt wurde die Fusion durch die seit einiger Zeit erfolgenden Strukturveränderungen (Bildung von „Gestaltungsräumen“) in unserer braunschweigischen Landeskirche.

Unsere Gemeinde gehört gebiets- und verwaltungsmäßig zur Propstei Salzgitter-Bad; dort liegt sie im Norden des Propsteigebietes und grenzt an die Propsteien Salzgitter-Lebenstedt (Salder, Lichtenberg) und Goslar (Gustedt, Steinlah).

In Gebhardshagen, dem größten Ort der Kirchengemeinde, wohnen z.Zt. 2800 Gemeindemitglieder, in Calbecht 190 und in Engerode 110.


Aus dem Veranstaltungskalender

1. Mai, 10.00 Uhr, Calbecht
Hofandacht bei Holzbergs

8. Mai, 18.00 Uhr, Heilig Kreuz
Lesung aus „Der Alpdruck“

Anlässlich der 75. Wiederkehr des 8. Mai 1945 liest die Evangelische Jugend Salzgitter-Gebhardshagen aus Hans Falladas Roman „Der Alpdruck“, der im Herbst 1947 erstmals erschienen ist. „Der Alpdruck“, heißt es in Besprechungen, „ist Symbol für das, was sich in Deutschland im Mai 1945 und in den Folgemonaten abspielte.“ Fallada beschreibt in diesem Roman, einem starken Buch über einen schwachen Menschen, die verworrene Zeit zwischen Krieg und Frieden in der mecklenburgischen Provinz und in Berlin.

Am Sonntag, den 10. Mai 2020, findet um 18.00 Uhr, Heilig-Kreuz-Kirche
Musikalische Rundreise um die Ostsee in der Heilig-Kreuz-Kirche
Am Sonntag, den 10. Mai 2020, findet um 18.00 Uhr das Debüt-Konzert des im August letzten Jahres neu gegründeten Streicherensembles Concertino Nuovo in unserer Heilig-Kreuz-Kirche statt. Das Ensemble, in dem sich Musikerinnen und Musiker aus dem Raum Salzgitter, Braunschweig, Wolfenbüttel, Goslar zusammengeschlossen haben, wird das Publikum mit seinem Programm aus weitgehend unbekannteren Werken der Streicherliteratur zu einer musikalischen Rundreise um die Ostsee einladen. So werden Kompositionen von J. Rosenmüller und G. Ph. Telemann (Deutschland), W. Lutoslawski (Polen), P. Vasks (Lettland), A. Glasunov und W. Kalinnikov (Russland) sowie J. Sibelius (Finnland) erklingen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang gebeten. (Weitere Informationen unter www.concertino-nuovo.de)

16. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr, Heilig Kreuz, Frauenfrühstück
Wir laden ganz herzlich ein zum Frauenfrühstück am 16. Mai 2020 von 9.30 bis 11.30 Uhr im Gemeindehaus von Heilig Kreuz, Am Festplatz. Das Thema dieses Frühstücks ist „Mein Frauenbild – mein Männerbild“ Anspruch und Wirklichkeit Wir wollen gemeinsam frühstücken und anschließend nach einem Impulsreferat Zeit zum Austausch haben.
Ich freue mich auf einen schönen Vormittag mit Ihnen!
Ihre Christiane Busch, Diakonin

Anmeldungen bis zum 10. Mai 2020 an
Christiane Busch, 05129 7155 oder
im Gemeindebüro unter 05341 70179

25. Mai, 20.00 Uhr, Heilig Kreuz
Das Lager Mühlberg – auch ein sowjetisches Speziallager.
Ein Vortrag von Reinhard Försterling

Anlässlich der 75. Wiederkehr des 8. Mai 1945 spricht der Autor Reinhard Försterling in einer öffentlichen Veranstaltung des Männerkreises über die sowjetischen Speziallager in der sowjetisch besetzten Zone. Am Beispiel des Lagers Mühlberg, in dem sein Großvater am 17. Mai 1948 starb, berichtet Försterling über die Geschichte dieser Lager, über das Unrecht, die Menschenverachtung, das Leid, das Sterben in ihnen.   

Vorankündigung: Paul Gerhardt – Leben und Werk
Der gemischte Chor daCapo aus Salzgitter unter der Leitung von Susanne Bisson lädt am Sonntag, den 28. Juni 2020, um 16.00 Uhr zu einem Konzert in die St. Petri-Kirche in Calbecht ein. Bekannte und weniger bekannte Texte dieses evangelischen Kirchenlieddichters des 17. Jahrhunderts in Sätzen von Bach, Crüger, Telemann, Händel, Pfiester und Graap werden zu hören sein, ergänzt um Informationen zum Leben des Theologen. Das Konzert, das den Titel „Wir sind nur Gast auf Erden“ trägt, wird das Ergebnis eines Musikprojekts sein, zu dem der Chor interessierte Sängerinnen und Sänger einlädt, die Lust verspüren, in einen Chor hineinzuschnuppern und einen gemeinsamen Auftritt mitzuerleben. Dazu sind vier Samstags-proben (30.05./06.06./13.06./20.06.2020) von jeweils 9:30-12:30 Uhr in der Heinrich-Albertz-Schule angesetzt. Der Kostenbeitrag beläuft sich auf 10 EUR. Weitere Informationen bei Susanne Bisson, Tel.: 05341-71141, E-Mail: bisson@gmx.de.