Konfirmanden


Corona-Konfirmation

So vieles ist anders in diesem Jahr … auch die Konfirmationen. Finden sie sonst an den Sonntagen nach Ostern in unseren Kirchen statt, so mussten sie diesmal in den September verlegt werden. Auf einem Extra-Elternabend – wegen der Abstandsregeln war er oben im Kirchenraum von Heilig-Kreuz – kurz vor den Sommerferien wurde alles besprochen und die Gruppen eingeteilt.
Sind normal bis knapp über 20 Konfirmanden mit ihren Familien bei einem Konfirmationsgottesdienst dabei (und das bringt die Heilig-Kreuz-Kirche bis an den Rand ihres Fassungsvermögens - aber das muss auch so sein!), so dürfen wir in diesem Jahr keine 40 Personen zu einem Gottesdienst in die Kirche lassen. Wenn also ein Konfirmand oder eine Konfirmandin mehr als nur die Eltern mit in die Kirche bringen wollte, mussten wir einen ungewöhnlichen Weg einschlagen. Deswegen wird es am 6. September in Heilig-Kreuz drei Kurzgottesdienste zur Konfirmation geben, entsprechend am 13. September in St. Nicolai zwei und am 20. September in St. Petri ebenfalls zwei Gottesdienste.
Wir haben bedauert, dass nicht jeweils die gesamte Gruppe gemeinsam in einer Kirche konfirmiert werden kann, aber wir wollten die Konfirmationen nicht noch weiter hinausschieben … zumal die Zukunft mit Corona ja auch sehr unsicher bleibt: keiner kann sagen, ob die sich die Lage im Spätherbst oder im nächsten Frühjahr wirklich entspannt haben wird; und niemand wollte ernsthaft eine Konfirmation in der Adventszeit … So wird es in diesem Jahr bei uns einige Kurz-Konfirmationen mit begrenzter Teilnehmerzahl (und ohne Gesang - denn Singen ist in der Kirche weiterhin nicht erlaubt!) geben. Das Konfirmationsversprechen und die Einsegnung der Jugendlichen, die wichtigsten Teile des  Konfirmationsgottesdienstes, werden aber nicht fehlen. Und schöne Musik und eine freundliche und zugewandte Atmosphäre soll es für die KonfirmandInnen und ihre Angehörigen auch geben!
HHH

In der Heilig-Kreuz-Kirche werden am 06. September

Um 9.30 Uhr konfirmiert:
        Saskia Baumgart, Fabienne Gründel, Anni und Luis Klapper, Jamie-Lee Prahl.

Um 10.30 Uhr ist die Konfirmation von:
        Tian Gutzmann, Julia Mönch, Timo Otto, Fynn-Luca Wesemann.

Um 11.30 werden konfirmiert:
        Leon Gromotka, Luca Miks, Fabio Siekmann, Ronny Wiesbeck.

Am 13. September finden zwei Corona-Konfirmationen in St. Nicolai statt.

Konfirmiert werden um 10.00 Uhr:
        Luca Gromöller, Leonie Santoro, Anna-Lena Veenhof, Rebecca Wiese.
Um 11.00 Uhr ist die Konfirmation von:
        Luca Felten, Lennard Göbel, Nina Semke, Luis Wilhelmus.

Am 2o. September werden in der St. Petri-Kirche zwei Konfirmationen sein.

Um 10.00 Uhr werden konfirmiert:
        Tabea Düerkop, Chiara Lübbeke.

Um 11.00 Uhr ist die Konfirmation von:
        Lena Potstada, Friederike Sandvoß.


Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden,

zu eurer heutigen Konfirmation drei Wünsche vom Kirchenvorstand, die ich euch jetzt, jeweils in eine kleine Geschichte gekleidet, coronabedingt, auf diesem Weg übermitteln möchte.

Der erste Wunsch: „Seid zufrieden zur rechten Zeit und unzufrieden zur rechten Zeit.“
Eines Tages kommt ein völlig erschöpfter Vater zum Rabbi: „Rebbe, was soll ich nur machen? Ich habe eine kleine Hütte, sie hat nur einen Raum, und ich habe sechs Kinder. Der Rabbi fragt: „Hast du Hühner, hast du auch eine Ziege?“ „Ja“, antwortet der Mann. „Nimm die Tiere mit in deine Hütte und komm in drei Tagen wieder.“ Nach zwei Tagen kommt der Mann und stöhnt: „Rebbe, ich halte das nicht mehr aus! Man kann sich nicht bewegen! Und wie die Ziege stinkt!“ „Gut“, sag der Rabbi, „schmeiß die Tiere raus und komm morgen wieder.“ Am nächsten Tag fragt ihn der Rabbi: „Und, wie fühlst du dich jetzt in deinem Haus?“ „Großartig“, strahlt der Mann, „so viel Platz – wie in einem Palast.“

Der zweite Wunsch: „Werdet kritische Christen, hinterfragt auch Traditionen, vor allem die, die sich euch nicht erschließen.“
Ein junges Paar ist frisch verheiratet. Zum Weihnachtsfest wollen die beiden ein Kaninchen braten. Bevor sie das Kaninchen in den Schmortopf legt, schneidet die Frau die beiden Hinterläufe ab und legt sie extra in den Topf. „Warum machst du das?“, fragt ihr Mann interessiert. „Das muss so sein. Meine Mutter macht das auch immer so.“ Daraufhin fragt der Mann seine Schwiegermutter, warum sie das tut. Ich weiß nicht“, antwortet die, „aber meine Mutter macht das auch so.“ Also fragt der Mann die Großmutter: „Warum legst du die Hinterbeine extra in den Topf?“ „Ganz einfach, antwortet sie, „mein Schmortopf ist so klein, dass der ganze Braten nicht hineinpasst.“

Und der dritte Wunsch: „Gebt Gott eine Chance“ – Im Gegensatz zu dem schottischen Mütterchen in der folgenden Geschichte. Ein schottisches Mütterchen geht jeden Tag in die Kirche und betet zu Gott. „Lieber Gott, der du bist im Himmel und der du allmächtig  bist und die Dinge lenkst, erbarme dich meiner und gib mir den ersten Preis in der Lotterie. So geht das Wochen, Monate und Jahre. Tag für Tag kommt die Schottin in die Kirche und fleht: „Bitte gib mir den ersten Preis in der Lotterie, bitte gib mir den ersten Preis in der Lotterie!“ Eines Tages öffnet sich plötzlich er Himmel, und eine Stimme spricht: „Bitte gib mir eine Chance – kauf dir endlich ein Los!“

Und natürlich wünschen wir euch eine Feier, von der ihr im Jahr 2070 zu eurer Goldenen Konfirmation immer noch sagen könnt: „Es ist eine gute Feier gewesen.“

Reinhard Försterling

PS: Die Wünsche sind natürlich für alle gedacht, die diesen Beitrag gelesen haben.